Forschung in der englischen Literaturwissenschaft

Laufende Forschungsprojekte

ProjektKurzbeschreibungBeteiligte
Family Matters - Figuren der Ent-BindungDie Weltliteratur bietet ein reiches Archiv familialer Erzählungen. Das Graduiertenkolleg begreift ‚Familie‘ als imaginäre Institution, deren Verwandtschaftsmodelle, Rollenbilder und Konflikte literarisch verhandelt werden. Ziel ist eine systematische Archäologie des familialen Imaginären – auch im Licht heutiger Reproduktionstechnologien und neuer Elternschaftsformen.Sprecher:
Prof. Dr. Joachim Schiedermaier
Stellvertr. Sprecher:
Prof. Dr. Tobias Döring

Exzellenzcluster Cross-Cultural Philology

Deutsche Shakespeare-Rezeption
Dieses Projekt leistet einen Beitrag zur Erforschung der umfangreichen Rezeption der Werke William Shakespeares in Deutschland. Es widmet sich u.a. dem in der Münchner Shakespeare-Forschungsbibliothek vorhandenen Archivmaterial, das systematisch analysiert, ediert und digital verfügbar gemacht werden soll. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den zahlreichen Überarbeitungen, Editionen und Versionen von Shakespeares Stücken, die charakteristisch für seine frühen Bühnenadaptionen waren.Sprecherin: des Exzellenzclusters:
Prof. Dr. Beate Kellner
Projektverantwortliche PI:
Prof. Dr. Claudia Olk

Vigilanzkulturen


Nichtwissen und Vigilanz bei Shakespeare

Nichtwissen bildet eine Grundlage theatraler Dynamiken, die Vigilanz erzeugen. Das Teilprojekt untersucht diese Relation im englischen Theater um 1600, speziell im Werk William Shakespeares. Es betrachtet Inszenierungen des Nichtwissens, des Zweifels, des Geheimnisses und Verdachts im Kontext höfisch-politischer, religiös-metaphysischer sowie immanent poetologischer Reflexionen der Stücke auf ihre Möglichkeiten als Generatoren und Gegenstände von Vigilanz.Sprecher des SFB:
Prof. Dr. Arndt Brendecke
Projektverantwortliche PI:
Prof. Dr. Claudia Olk

Abgeschlossene Forschungsprojekte

ProjektKurzbeschreibungBeteiligte

Philologie des Abenteuers (FOR 2568)

Teilprojekt: "Transformationen viktorianischer Abenteuerliteratur: Großstadtfiktionen der Moderne und postkoloniale Rewritings"

Teilprojekt: Post/koloniale Reiseabenteuer zwischen pragmatischen und phantastischen Entwürfen
Der Begriff ‚Abenteuer‘ bezeichnet einen elementaren Nukleus des Erzählens – ‚elementar‘ sowohl im narrativen als auch im psychologischen Sinn. Unter den Grundbegriffen des Literarischen nimmt er eine Sonderstellung ein, weil er zum einen genuin narrativ, zum anderen (seiner Herkunft nach) in entscheidenden Aspekten mittelalterlich ist. Das so bezeichnete Erzähl-, Wahrnehmungs- und Erfahrungsschema hat sich, allen kritischen Einsprüchen zum Trotz, als extrem anpassungsfähig erwiesen, immer neue Renaissancen erlebt und immer neue Bereiche der Kultur durchdrungen (z. B. Film, Computerspiel, Werbung, Tourismus). In solchen Übertragungen wird der ursprünglich narrative Charakter des Abenteuers häufig nicht mehr mitgedacht. (weitere Informationen auf der Website)
(2017-2024)
Sprecher:
Prof. Dr. Martin von Koppenfels
Stellvertr. Sprecher:
Prof. Dr. Riccardo Nicolosi

Projektleiter Teilprojekte:
Prof. Dr. Tobias Döring
DFG-Graduiertenkolleg "Funktionen des Literarischen in Prozessen der Globalisierung"
Das DFG-Graduiertenkolleg untersuchte die Funktionen des Literarischen in Globalisierungsprozessen aus einer von der Antike bis zur Gegenwart reichenden historischen Perspektive. Im Zentrum der Untersuchung stand die Interaktion der Literatur mit erdumspannenden Dynamiken: einerseits die Transformation von Funktionen der Literatur in historisch variablen Medienverbünden (etwa durch den veränderten Status von Büchern in Zeiten der globalen Kommunikationsgesellschaft des Internets); andererseits die Verfahren, mit denen die Literatur solche Prozesse darstellt, modelliert, reflektiert, kritisiert sowie nicht zuletzt mitgestaltet. In die Untersuchung der kosmopolitischen Dimensionen des Literarischen wurden neben literarischen Texten im engeren Sinne auch die narrativen oder figuralen Dimensionen in anderen Texten (Reiseberichte, Essays etc.) einbezogen.
(2012-2021)
Sprecher: Prof. Dr. Robert Stockhammer
Stellvertretender Sprecher: Prof. Dr. Tobias Döring
Natur in politischen Ordnungsentwürfen: Antike ‒ Mittelalter ‒ Frühe Neuzeit

Teilprojekt 9:
Natur und Gesetz in der englischen Literatur der Frühen Neuzeut: Shakespeare, Milton, Cavendish
Die Forschergruppe untersucht die Darstellung und Funktionalisierung von Naturvorstellungen zur Begründung politischer Ordnungen und ihrer Geltungsansprüche. Das Forschungsprojekt ist über verschiedene Epochen und Kulturräume angelegt und führt Perspektiven aus Philosophie, Theologie, Kunstgeschichte, Geschichte, Rechtsgeschichte und Literaturwissenschaft zusammen. Sein Ziel ist es, Konzeptualisierungen von Natur in ihrer politisch-gesellschaftlichen Dimension als historischen Gegenstand neu zu konturieren.
(2013-2019)
Sprecher/in:
Prof. Dr. Andreas Höfele, i.R.
Prof. Dr. Beate Kellner